Zuführung von Material zur Steinpresse im Kalksandsteinwerk.jpg

HERSTELLUNG

Hergestellt aus rein natürlichen Rohstoffen

Aller guten Dinge sind drei. Kalksandstein wird aus drei Grundstoffen produziert, die direkt in der Natur vorkommen: Kalk, Sand und Wasser. In acht Herstellungsschritten entsteht aus diesen drei Rohstoffen ein Mauerstein, dessen mineralisch-stabiles Gefüge dem Stützgerüst natürlich entstandener Sandsteine entspricht.

  1. Mischer. Die Ausgangsstoffe Kalk und Sand werden über Förderbänder aus den Lagersilos zum Mischer transportiert. Dort werden die beiden Rohstoffe anhand entsprechend vorgegebener Rezepturen, prozessorgesteuert sowie mit Hilfe präziser Wiegetechnik exakt dosiert (Verhältnis Kalk zu Sand ca. 1:12) und mit Wasser zu einer homogenen Mischung vermengt.

  2. Reaktor. Das Gemisch gelangt über Förderanlagen in unsere beiden Reaktoren. In den Reaktoren löscht der Branntkalk zu Kalkhydrat ab.

  3. Nachmischer. Die jetzt schon fast fertige Mischung wird nochmals vermengt und so zusätzlich homogenisiert. Sensoren prüfen, ob ggf. noch Wasser nachdossiert werden muss. Die sogenannte Prozessfeuchte sollte zwischen 4 - 6 % liegen, um eine ordnungsgemäße Verdichtung zu erreichen.

  4. Steinpressen. Unsere vollautomatischen Steinpressen formen aus der Rohmasse unter hohem Druck (ca. 100 bar) Steinrohlinge in verschiedenen Formaten. Nach dem Formen der Rohlinge sowie einer Maßkontrolle werden diese vollautomatisch auf Härtewagen gestapelt. Überschüssiges Material sowie fehlerhafte Rohlinge werden wieder direkt dem Produktionskreislauf zugeführt. Unser Dorsa-Passsteinautomat schneidet direkt nach dem Verpressen die Rohlinge in Ihre endgültige Form.

  5. Autoklav. Die Härtewagen werden anschließend über Schienenwagen in einen unserer vielen Dampfhärtekessel geschoben. Bei einer Temperatur von ca. 200° C werden die Rohlinge, unter Sattdampfdruck (ca. 16 bar) bei geringem Energieaufwand, zwischen 4 – 8 Stunden hydrothermal gehärtet. In der heißen Wasserdampfatmosphäre wird Kieselsäure an den Sandkornoberflächen angelöst. Diese reagiert zusammen mit dem Kalkhydrat und bildet kristalline Bindemittelphasen, die auf den Sandkörnern aufwachsen und für eine feste und dauerhafte Verzahnung der Sandkörner untereinander sorgen. Es entstehen dabei keinerlei Schadstoffe.

  6. Abkühlung. Nachdem der Härtevorgang abgeschlossen ist, wird ein Teil des Dampfs in einen der anderen Kessel geleitet und der Rest dazu genutzt, um das Wasser für unseren Dampferzeuger vorzuheizen. Die Härtewagen werden aus dem Kessel gezogen und die Steine zum Auskühlen ins Freie gefahren.

  7. Zuschnitt. Spezielle Passstücke oder Ausklinkungen für Rohrleitungen schneiden wir für Sie vor. So haben Sie weniger Aufwand und Bauschutt an Ihrer Baustelle.

  8. Verpackung. Als letzter Schritt werden die Steine kommissioniert, verpackt und stehen für unsere Kunden zur Verfügung.

Ein Video dazu finden Sie hier.